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	<title>ansgar warner: blog, cv &#038; cetera</title>
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	<description>Im Netz mit Ansgar Warner</description>
	<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 18:22:02 +0000</pubDate>
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		<title>Wie der Atari-Computer ins Literaturarchiv kam</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 18:15:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ansgar</dc:creator>
		
	<category>Allgemein</category>
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		<description><![CDATA[Vor dem elektronischen Lesen kam das elektronische Schreiben: schon seit mehr als dreißig Jahren sind die Autoren von der Olympia oder Gabriele umgestiegen zu Mac oder PC. Da stellt sich irgendwann natürlich die Frage: was bleibt eigentlich in der papierfreien Versfabrik noch für die Literaturwissenschaftler und Archivare übrig? Gar nicht so wenig, musste ich bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img id="image75" src="http://www.ansgar-warner.de/wp-content/uploads/2010/08/papierfreier-autor2-300x166.gif" alt="Diskette" />Vor dem elektronischen Lesen kam das elektronische Schreiben: schon seit mehr als dreißig Jahren sind die Autoren von der Olympia oder Gabriele umgestiegen zu Mac oder PC. Da stellt sich irgendwann natürlich die Frage: was bleibt eigentlich in der papierfreien Versfabrik noch für die Literaturwissenschaftler und Archivare übrig? Gar nicht so wenig, musste ich bei meinem Besuch in Marbach feststellen. In den atombombensicheren Katakomben des dortigen Literaturarchivs warten zwar nicht nur Manuskripte aus den Schubladen der deutschen Klassiker auf die Nachwelt, sondern auch schon die ersten Atari-Computer und 3,5-Zoll-Disketten. Allerdings konnte ich aus sicherer Quelle erfahren: der völlig papierfreie Autor ist sowieso noch nicht in Sicht&#8230; Mehr dazu könnt ihr in meinem <a href="http://www.e-book-news.de/der-papierfreie-autor-ist-nicht-in-sicht-digitale-spurensuche-im-literaturarchiv-marbach/">Artikel für E-Book-News</a> lesen, außerdem gibt&#8217;s auch eine kleine Video-Reportage.
</p>
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		<title>Bezahlen für Dinge, die nichts kosten? Über Krauts &#038; Crowdfunding</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 13:26:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ansgar</dc:creator>
		
	<category>Allgemein</category>
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		<description><![CDATA[
Crowdfunding klingt ur-amerikanisch. Schließlich wurden die technischen Grundlagen für die &#8220;Crowd&#8221;, also die per Internet miteinander vernetzten Menschenmassen, im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gelegt. &#8220;Fundraising&#8221; ist nicht ohne Grund ein englisches Wort. Unter einer US-Adresse firmiert zudem das Unternehmen PayPal, mit dem Micropayment, also das bequeme Bezahlen kleiner Kleckerbeträge per Mausklick, erst so richtig populär [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img id="image74" src="http://www.ansgar-warner.de/wp-content/uploads/2010/06/bunny_glasses2.jpg" alt="Bunny the K9 Kachingler" /></p>
<p>Crowdfunding klingt ur-amerikanisch. Schließlich wurden die technischen Grundlagen für die &#8220;Crowd&#8221;, also die per Internet miteinander vernetzten Menschenmassen, im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gelegt. &#8220;Fundraising&#8221; ist nicht ohne Grund ein englisches Wort. Unter einer US-Adresse firmiert zudem das Unternehmen PayPal, mit dem Micropayment, also das bequeme Bezahlen kleiner Kleckerbeträge per Mausklick, erst so richtig populär wurde. Doch das Internet ist immer für eine Überraschung gut - die wahren Meister im Crowdfunding sind offenbar wir, die &#8220;Krauts&#8221;. Am Rande eines Medien-Lunches im Haus der Bundespressekonferenz sprach ich mit Cynthia Typaldos, Gründerin des Crowdfunding-Netzwerks <a href="http://www.kachingle.com">Kachingle</a>, bei dem seit Anfang 2010 auch E-Book-News mitmacht. Auf E-Book-News findet man auch eine <a href="http://www.e-book-news.de/der-durchbruch-fur-das-crowdfunding-konnte-in-deutschland-passieren-kachingle-grunderin-cynthia-typaldos-im-interview/">Video-Zusammenfassung</a> des Interviews.<a id="more-73"></a></p>
<h2><strong>Vom Crowdfunding zum Krautfunding: Die Deutschen lieben Kachingle und Flattr</p>
</h2>
<p></strong></p>
<p>Kaum waren mit Kachingle und Flattr zwei  Projekte am Start, die Websites vom Blog bis zur Online-Zeitung die Implementierung digitaler Klingelbeutel ermöglichten, wurde aus dem Crowdfunding plötzlich Krautfunding. Während große deutsche Medienhäuser schon laut über kostenpflichtige iPad-Apps und Bezahlschranken für Onlineinhalte nachdachten, setzten sich die deutsche Blogger an die Spitze der Gegenbewegung. Beispiele gefällig? Bitte sehr: Fast die Hälfte der Websites im Kachingle-Netzwerk kommen aus Good Old Germany, an der Spitze steht unerreicht der Politik- und Medienblog <a href="http://carta.info/">CARTA</a> mit mehr als 70 Unterstützern. Diese Zahl lässt sich am Kachingle-Medaillon auf besagtem Blog ablesen. Bei Flattr, wo vor allem einzelne Artikel Feedback bekommen, gibt es noch spektakulärere Zahlen: <a href="http://chaosradio.ccc.de/chaosradio_express.html">Chaosradio Express</a>, der Podcast des Chaos-Computerclubs, ist bereits von mehr als 700 Mitgliedern des Flattr-Netzwerks angeklickt worden. Und der Counter bewegt sich weiter nach oben. Obwohl Flattr eigentlich noch in der geschlossenen Beta-Testphase ist, sind seit kurzem auch die taz und der Freitag mit dabei. Die Online-Ausgabe des sozialdemokratischen Wochenblatts Vorwärts setzt dagegen auf Kachingle. Der rasante Aufstieg von Flattr hat natürlich seine Ursachen. Peter Sunde, einer der Mitbegründerdes Filesharing-Netzwerks &#8220;Pirate-Bay&#8221;, konnte sich mit seinem neuen Projekt der Unterstützung durch die Community sicher sein. Sein Auftritt auf der Berliner Blogger-Konferenz &#8220;Re:Publica&#8221; im Frühjahr war insofern ein Heimspiel, und brachte das erwünschte mediale Echo.</p>
<h2><strong>Geld einsammeln für Dinge, die kostenlos sind? Tolle Idee, let&#8217;s do it!</h2>
<p></strong></p>
<p>Solche Vorschusslorbeeren gab es bei Kachingle kaum - sieht man mal von einem Artikel Robin Meyer-Luchts für SPOL ab, der bereits im Februar 2009 zu lesen war. Obowhl die Macher um die Silicon-Valley-Unternehmerin Cynthia Typaldos deutich länger im Geschäft sind, wurden sie etwa zur Re:Publica gar nich erst eingeladen. Dafür tourt die Grande Dame des Crowfundings im Moment durch die Schweiz, Österreich und Deutschland, um mit aktiven Nutzern wie auch potentiellen neuen Kunden ins Gespräch zu kommen. Ein bisschen ist Cynthia Typaldos natürlich auch auf der Suche nach dem Geheimnis ihres Erfolgs.  Mittlerweile ist sie nämlich überzeugt: &#8220;Kachingle könnte sich in Deutschland durchsetzen, dann in Europa, schließlich wiederum auf die USA zurückwirken&#8221;. Die besondere Affinität der Krauts zum Crowdfunding wurde Kachingle schon in die Wiege gelegt - die Kernmannschaft besteht zur Hälfte aus Deutsch-Amerikanern: &#8220;Als ich mein Team zusammengestellt habe, fragte ich erst ein paar amerikanische Kollegen: Was haltet ihr von dieser Idee - Geld einsammeln für Dinge, die kostenlos sind? Und sie sagten: Das ist der größte Unsinn, denn wir je gehört haben. Dann fragte ich die Deutschen, und die sagten: Großartige Idee, let&#8217;s do it&#8221;, erzählte mir Cynthia Typaldos am Rande des Media-Lunch in Berlin. </p>
<h2><strong>Kaching&#038; Jingle: In alten Registrierkassen klimpert das Kleingeld</h2>
<p></strong></p>
<p>Exotenstatus genießtCynthia Typaldos im Silicon Valley aber auch aus anderen Gründen. Schließlich steht mit der Kachingle-Gründerin nicht nur eine Frau an der Spitze dieses Start-Ups, sondern obendrein noch &#8220;a middle-aged woman&#8221;.  Allerdings setzt Typaldos  solche Unterschiede zum üblichen Baby-Boomer und MIT-Nerd auch bewusst ein. Das offizielle PR-Foto zeigt sie Seite an Seite mit Bunny, ihrem Hund, der mittlerweile auch einen eigenen Blog besitzt - natürlich mit Kachingle-Medaillon. Doch während man sich anderswo künstlich um den Touch des Sozialen bemüht, wirkt das bei Kachingle überhaupt nicht aufgesetzt. Woher Kachingle kommt, zeigt schon die Ursprungsidee: &#8220;Es begann alles im Jahr 2003, als ich für eine krebskranke Freundin im Internet recherchiert habe, auf Webseiten von Universitäten, Blogs, etc., und als ich mich für die all die vielen nützlichen Informationen mit einer Spende bedanken wollte, merkte ich, dass das gar nicht so einfach war, es gab weder Kontonummern, noch wusste ich noch genau, welche Seiten ich wie oft besucht hatte.&#8221; Anfänglich dachte Cynthia Typaldos deswegen an einen Namen wie &#8220;Donation Pal&#8221;, bevor sie auf den Namen &#8220;Kachingle&#8221; kam. Im Lexikon wird man dieses Wort nicht finden, es ist eine Kombinatin aus &#8220;Kaching&#8221;, lautmalerisch für das Geräusch einer alten Registrierkasse, und &#8220;to jingle&#8221;, dem Klimpern mit Kleingeld. &#8220;Außerdem war der Domain-Name noch nicht vergeben, was ja auch ein wichtiges Argument ist&#8221;, so Cynthia Typaldos. </p>
<h2><strong>Kachingler sehen sich nicht als Kunden, sondern als Spender - und mögen keine hohen Paypal-Gebühren</h2>
<p></strong></p>
<p>Dass sich die Mitglieder der Kachingler-Gemeinde tatsächlich eher als Spender verstehen und nicht so sehr als normale Kunden, zeigt sich auch an der großen Sensibilität für versteckte Gebühren. Anfänglich gingen 20 Prozent der Kachingle-Beiträge für Verwaltungs- und Transaktionskosten drauf - zur Hälfte an PayPal, zur Hälfte an Kachingle. Das stieß auf harsche Kritik, obwohl in anderen Fällen, beispielsweise bei E-Bay, die Raten noch höher sind, vor allem, weil auch für die Auszahlung von Guthaben eine Gebühr anfällt. Also wurde noch einmal nachverhandelt. Auf dem Media-Lunch verkündete Gregor Bieler, Deutschland-Chef von Paypal, nun: &#8220;Wir haben die Transaktionsgebühren für Kachingle auf 15 Prozent gesenkt&#8221;. Für PayPal ist Kachingle  nämlich ein Sonderfall. Es mag zwar momentan nur um &#8220;little money&#8221; gehen. Das alternative Start-Up aus dem Silicon Valley gehört aber zu den ersten Nutzern von PayPals &#8220;Platform Initiative&#8221;, die später einmal möglichst vielen Websites die  Kombination eigener Softwarelösungen für Abrechnungs- und Bezahlvorgänge mit der PayPal-Schnittstelle ermöglichen soll. Paypal ist vor allem für die Sicherheit der finanziellen Transaktionen zuständig, während Kachingle die Spendenströme  und ihre Verteilung verwaltet. Die Zahl der PayPal-Teilnehmer  in Deutschland liegt zwischen zehn und fünfzehn Millionen, was etwa der Hälfte der &#8220;Online-Bevölkerung&#8221; entspricht. So groß  ist also auch die Zahl potentieller Kachingler - vor allem, wenn zukünftig für deutsche Teilnehmer auch die Zahlung per Lastschrift möglich ist. </p>
<h2><strong>Kachingle ist flexibel: man kann einzelne &#8220;Stimmen&#8221; auf Websites unterstützten</h2>
<p></strong></p>
<p>Im Moment mag  die Kachingle-Gemeinde vor allem aus Bloggern bestehen, die  sich gegenseitigen kachingeln, doch das könnte sich bald ändern. &#8220;Es gibt ja immer zwei Seiten, die User und die Blogger, zur Zeit trifft meistens beides zu, zwingend ist das aber nicht.  Es müssen natürlich auch nicht Blogs sein, Kachingle zielt auf alle Formen von Content&#8221;, so Cynthia Typaldos. Auch wenn nach und nach Seiten mit sehr großen Lesergemeinden hinzukommen, macht Crowdfunding für kleinere Blogs trotzdem Sinn: &#8220;Das schöne an Kachingle ist doch, dass jeder individuell Entscheidungen trifft, wenn ich also einen kleinen Blog mag und regelmäßig lese, erhält der von mir genauso viel Geld wie andere Websites, die ich besuche. Bisher gehen kleinere Blogs ja ohnehin leer aus, weil es keine einfachen Möglichkeiten gibt, sie zu unterstützen&#8221;, so die Kachingle-Gründerin. Außerdem schenkt  man den kleineren Blogs natürlich ein Stück sozialer Reputation, denn am Kachingle-Medaillon lässt sich nicht nur die Zahl der Unterstützer ablesen, sondern auch ihre Namen. Umgekehrt kann sich der Unterstützer mit den Blogs schmücken, die er kachingelt: &#8220;Build a persona around something you love&#8221; nennt Cynthia Typaldos das - es geht also um den aktiven Aufbau einer Online-Persönlichkeit. Tatsächlich wird man sich Typaldos  zufolge teilweise  sogar einzelne Edelfedern an den digitalen Hut stecken: &#8220;Kachingle ist sehr flexibel, das Medaillon kann sich auf die gesamte Seite beziehen, aber genausogut auch auf einzelne Autoren, auf einzelne &#8216;Stimmen&#8217;, wie wir sagen. Wie viele Stimmen es jeweils gibt, entscheidet der Seitenbetreiber.&#8221;
</p>
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		<title>Mein Leben als Online-Buchhändler, Teil 1</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 17:00:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ansgar</dc:creator>
		
	<category>Allgemein</category>
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		<description><![CDATA[ Nach einem Jahr E-Book-News hatte ich doch mal Lust auf ein wenig Veränderung. Wer Grafikdesignerinnen in seinem Freundeskreis weiß, darf sich ja auch mal ein Logo zum Geburtstag wünschen - das Ergebnis kann man jetzt dortselbst bewundern. Many thanks, Susanne! Mit knapp viertausend Lesern pro Monat hat sich der Blog zum Thema Elektronisches Lesen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> <a href="http://e-book-news.shop-asp.de/shop/action/magazine/6/ebooks.html?aUrl=90008254"><img id="image71" src="http://www.ansgar-warner.de/wp-content/uploads/2010/04/e-book-news-onlineshop.gif" alt="e-book-news-onlineshop.gif" width="255" height="250" /></a>Nach einem Jahr E-Book-News hatte ich doch mal Lust auf ein wenig Veränderung. Wer Grafikdesignerinnen in seinem Freundeskreis weiß, darf sich ja auch mal ein Logo zum Geburtstag wünschen - das Ergebnis kann man jetzt <a href="http://www.e-book-news.de">dortselbst</a> bewundern. Many thanks, Susanne! Mit knapp viertausend Lesern pro Monat hat sich der Blog zum Thema Elektronisches Lesen ganz gut entwickelt. Besonders beliebt scheinen die E-Reader-Reviews zu sein, vor allem, wenn sie mit Video-Material ergänzt werden. Aber auch die E-Book- und E-Comic-Besprechungen stoßen auf geballtes Interesse. Das ist schön - schließlich macht ja der Titel (E-BOOK-News) deutlich, dass es weniger ein Gadget-Blog sein soll, sondern vor allem um die Lektüre selbst geht. Apropos Bücher: seit gestern bin ich nicht nur E-Book-Blogger, sondern auch Online-Buchhändler. <a id="more-72"></a>In den nächsten 12 Monaten teste ich nämlich das digitale Franchise-System von Libri - das Logo von E-Book-News prangt nun auch auf den Seiten meines <a href="http://e-book-news.shop-asp.de/shop/action/magazine/6/ebooks.html?aUrl=90008254">&#8220;Partner-Shops&#8221;</a>. Bisher nutzen vor allem kleinere Buchhändler dieses Angebot, doch für ein Online-Magazin zum Thema elektronische Lesen schien mir das Modell ebenso passend. Was mich überzeugt hat, war vor allem das breite Angebot. Die <a href="http://e-book-news.shop-asp.de/shop/action/magazine/6/ebooks.html?aUrl=90008254">Online-Buchhandlung</a> umfasst das gesamte Libri-Programm, mehr als 3 Mio. Artikel insgesamt, von E-Books über Print (hey, ich bin da total tolerant!) bis hin zu DVDs, CDs &#038; Games. Genauso wie Werbebanner, Affiliate-Links und <a href="http://www.e-book-news.de/crowdfunding-statt-paid-content-warum-kachingle-eine-gute-losung-ist/">Crowdfunding-Lösungen wie &#8220;Kachingle&#8221;</a> soll der Online-Shop natürlich im Idealfall auch zur Refinanzierung des Blogs beitragen. Das wichtigste bleibt allerdings erstmal, dass die Franchise-Gebühren wieder reinkommen - dann werde ich diesen Service für die Leserinnen und Leser dauerhaft angebieten. Kleiner Tipp: Wer sowieso schon via Libri.de einkauft, kann seine Login-Daten auch beim Partnershop von E-Book-News nutzen&#8230;
</p>
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		<title>In memoriam Pinky, Inky, Blinky &#038; Clyde</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 19:35:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ansgar</dc:creator>
		
	<category>Allgemein</category>
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Die wohl berühmtesten Gespenster aller Zeiten heißen Pinky, Inky, Blinky und Clyde. Wahrscheinlich haben sogar weltweit mehr Menschen mit ihnen Bekanntschaft gemacht als mit den Geistern aus Charles Dickens Weihnachtsmärchen. Besser gesagt: sie sind ihnen sogar regelrecht erschienen. Nicht nur als urbanes Graffiti auf Häuserwänden, als schicke Ohranhänger oder T-Shirt-Logo, auch auf der Mattscheibe. Pinky, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img id="image70" src="http://www.ansgar-warner.de/wp-content/uploads/2010/03/digitales-gespenst-der-armut-pacman-150x150.thumbnail.gif" alt="digitales-gespenst-der-armut-pacman-150x150.gif" />
<p>Die wohl berühmtesten Gespenster aller Zeiten heißen Pinky, Inky, Blinky und Clyde. Wahrscheinlich haben sogar weltweit mehr Menschen mit ihnen Bekanntschaft gemacht als mit den Geistern aus Charles Dickens Weihnachtsmärchen. Besser gesagt: sie sind ihnen sogar regelrecht erschienen. Nicht nur als urbanes Graffiti auf Häuserwänden, als schicke Ohranhänger oder T-Shirt-Logo, auch auf der Mattscheibe. Pinky, Inky, Blinky &#038; Clyde – fällt immer noch kein Groschen? Der Name ihres ärgsten Feindes dürfte vielleicht geläufiger sein – Pacman. Arme Gespenster! Die Damnatio Memoriae scheint allen Spukgestalten zu drohen, die zu lange im Rampenlicht gestanden haben. Höchste Zeit für einen Nachruf – und vielleicht für die Einsicht: auch im digitalen Geisterhaus wohnen Armut &#038; Reichtum Tür an Tür. <a href="http://www.gespenst-der-armut.org/gespenst-aus-sparsamkeit-in-memoriam-pinky-inky-blinky-clyde/">Weiterlesen auf gespenst-der-armut.org</a></p>
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		<title>E-Book-News.de, oder: Not only Androids dream of electronic books</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Mar 2009 11:34:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ansgar</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Sony PRS 505, iPhone plus Stanza, epub: So lauten Buzz-Words einer Branche, die das Leseland Deutschland zum E-Leseland machen will. Gerade erst hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels seine Haltung zu E-Books geändert: auch für elektronische Bücher gilt ab sofort die Buchpreisbindung. Die Verkaufszahlen für E-Books in den USA und Japan sind im letzten Jahr  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="E-Book-News.de - Ein Blog rund um das elektronische Lesen" href="http://www.e-book-news.de"><img align="left" alt="e-book-newsde_not-only-androids-dream-of-electronic-books_bild-von-geralt-pixelio-150x150.jpg" id="image67" title="E-Book-News.de - Ein Blog rund um das elektronische Lesen" src="http://www.ansgar-warner.de/wp-content/uploads/2009/03/e-book-newsde_not-only-androids-dream-of-electronic-books_bild-von-geralt-pixelio-150x150.jpg" /></a>Sony PRS 505, iPhone plus Stanza, epub: So lauten Buzz-Words einer Branche, die das Leseland Deutschland zum E-Leseland machen will. Gerade erst hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels seine Haltung zu E-Books geändert: auch für elektronische Bücher gilt ab sofort die Buchpreisbindung. Die Verkaufszahlen für E-Books in den USA und Japan sind im letzten Jahr  explodiert. Jetzt kommt auch bei uns einiges in Bewegung. Demnächst startet der deutsche Buchhandel mit Libreka.de ein Download-Portal für digitale Lektüre. Thalia vermarktet den neuen E-Reader von Sony.</p>
<p>Sehr viel erfahren kann man in deutschen Medien zu diesem Thema allerdings bisher nicht. Dabei ist mttlerweile ist alles vorhanden, um die Literatur von der Gutenberg-Galaxis direkt in das Drahtlose Zeitalter zu katapultieren: einheitliche Dateiformate, Internet-Verkaufsplattformen sowie W-LAN-fähige mobile Endgeräte mit papierähnlichem Display. Höchste Zeit also, das Thema aufzugreifen:<a title="E-Book-News.de - Ein Blog rund um das elektronische Lesen" href="http://www.e-book-news.de"> in meinem neuen Blog E-Book-News.de </a>gibt es ab jetzt mehrmals pro Woche Neuigkeiten rund um das elektronische Lesen. Wer etwa wissen möchte,<a title="Handy-Romane in Japan" href="http://www.e-book-news.de/jeder-zweite-top-10-bestseller-in-japan-wird-auf-dem-handy-geschrieben/"> warum Japanerinnen auf Handys Romane schreiben</a>,  wann wir <a title="Zeitungen setzen auf PlasticLogicReader" href="http://www.e-book-news.de/kindle-killer-im-a4-format-zeitungen-setzen-auf-plasticlogic-reader/">Zeitungen aus elektronischem Papier</a> lesen werden oder ob man ein E-Book eigentlich umtauschen oder verschenken kann, sollte mal vorbeischauen&#8230;
</p>
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		<title>Stadionromanzen</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Dec 2008 15:54:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ansgar</dc:creator>
		
	<category>Allgemein</category>
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		<description><![CDATA[Sport war schon immer Nerven-, aber aus kulturwissenschaftlicher Perspektive nie nur Nebensache. Wer das Stadion betritt, begibt sich – um mit Cultural-Studies-Begründer Stuart Hall zu sprechen – in die „arena of consent and resistance“ der Populärkultur. Also dorthin, wo Tag für Tag der Kampf um kulturelle Deutungshoheiten ausgetragen wird. Kai Marcel Sicks’ Studie zum Sportroman [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img height="231" align="left" width="152" alt="stadionromanzen.jpg" id="image63" title="stadionromanzen.jpg" src="http://www.ansgar-warner.de/wp-content/uploads/2008/12/stadionromanzen.jpg" />Sport war schon immer Nerven-, aber aus kulturwissenschaftlicher Perspektive nie nur Nebensache. Wer das Stadion betritt, begibt sich – um mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cultural_studies">Cultural-Studies</a>-Begründer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stuart_Hall">Stuart Hall</a> zu sprechen – in die „arena of consent and resistance“ der Populärkultur. Also dorthin, wo Tag für Tag der Kampf um kulturelle Deutungshoheiten ausgetragen wird. Kai Marcel Sicks’ Studie zum Sportroman der 20er Jahre zielt deswegen auch auf mehr als nur literaturgeschichtlichen Fußnotenwert. Die &#8220;Stadionromanzen&#8221;  zeigen nämlich nicht nur, „welche Geschichten sich grundsätzlich über Sport erzählen lassen“. Titel wie &#8220;Der Läufer von Marathon&#8221;, &#8220;Sport-Hansi. Ein Tennis-Roman für junge Mädchen&#8221; oder &#8220;Theo boxt sich durch&#8221; bieten zudem Einblicke in „zentrale Imaginationen und Assoziationen&#8221; rund um den Sport. Besonders interessant sind für den Autor zwei Kategorien: die Verbindung von Sport und „Willenskraft“, sowie Körpermetaphern und Körpervorstellungen. Mehr zu den „tiefgebräunten Körpern von untadeliger Schönheit“ und der &#8220;Gymnastik des Willens&#8221; liest man in meiner Besprechung des Bandes in der Zeitschrift für Germanistik (ZfG) 1/2009 (entweder in der Bibliothek Ihres Vertrauens oder <a href="http://www.peterlang.net/Index.cfm?vID=92124&#038;vHR=1&#038;vUR=2&#038;vUUR=1&#038;vLang=D">hier</a>). Wer einen Blick in das Buch selbst werfen möchte, dem sei <a href="http://books.google.de/books?id=bWqabAeR5sUC&#038;printsec=frontcover&#038;dq=kai+marcel+sicks+stadionromanzen&#038;source=gbs_summary_s&#038;cad=0">Google Books</a> ans Herz gelegt.
</p>
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		<title>Richtig auf dem Holzweg</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Sep 2008 16:13:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ansgar</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Selten können Anleger ihre Zinsen wirklich wachsen sehen - bei Holzinvestment ist das jedoch kein Problem. Mit jedem Zentimeter, den ein Setzling dem Himmel entgegenwächst, ist man der Rendite einen Schritt näher. Der grüne Blätterwald lässt sich zudem nicht von Börsenkursen und Konjunkturschwankungen beeindrucken. Das war natürlich schon immer so. Doch seitdem Nachhaltigkeit auch in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img align="left" alt="gruenesgeld.jpg" id="image65" title="gruenesgeld.jpg" src="http://www.ansgar-warner.de/wp-content/uploads/2008/12/gruenesgeld.jpg" />Selten können Anleger ihre Zinsen wirklich wachsen sehen - bei Holzinvestment ist das jedoch kein Problem. Mit jedem Zentimeter, den ein Setzling dem Himmel entgegenwächst, ist man der Rendite einen Schritt näher. Der grüne Blätterwald lässt sich zudem nicht von Börsenkursen und Konjunkturschwankungen beeindrucken. Das war natürlich schon immer so. Doch seitdem Nachhaltigkeit auch in der Ökonomie ein wichtiger Faktor geworden ist, sind Wälder, Baumschulen und Plantagen als Geldanlage plötzlich wieder en vogue. Neben der Suche nach Strategien zur Treibhausgasreduktion hat aber auch die Hausse der Rohstoffpreise den nachwachsenden Rohstoff Holz bei langfristig orientierten Anlegern beliebt gemacht.</p>
<p>Mehr zum Thema Holzinvestment/Grünes Geld (taz-Beilage vom 6.9.2008) lesen Sie <a href="http://www.ansgar-warner.de/gruenesgeld.pdf">hier</a>.
</p>
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		<title>Terror, Pop &#038; Prada Meinhof</title>
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		<pubDate>Tue, 13 May 2008 13:31:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ansgar</dc:creator>
		
	<category>Allgemein</category>
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&#8220;Die     Zeit ist reif für RAF-Popstars&#8221;, schrieb das Lifestyle-Magazin Max zu Beginn des Jahrtausends, und präsentierte dazu Bilder einer Modestrecke, deren Retro-Schick sich an Presse-Fotografien aus der Zeit des deutschen Herbstes anlehnte. Damit stand nicht nur die Frage im Raum: &#8220;Ist Terror cool?&#8221;, sondern auch: gehören Pop und Gewalt, Pop und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img height="200" width="300" alt="ist-terror-cool.jpg" id="image60" src="http://www.ansgar-warner.de/wp-content/uploads/2008/05/ist-terror-cool.jpg" /></p>
<p>&#8220;Die     Zeit ist reif für RAF-Popstars&#8221;, schrieb das Lifestyle-Magazin Max zu Beginn des Jahrtausends, und präsentierte dazu Bilder einer Modestrecke, deren Retro-Schick sich an Presse-Fotografien aus der Zeit des deutschen Herbstes anlehnte. Damit stand nicht nur die Frage im Raum: &#8220;Ist Terror cool?&#8221;, sondern auch: gehören Pop und Gewalt, Pop und Terror zusammen!? Blickt man etwas genauer auf die Pop- und Mediengeschichte, ist die Antwort klar: Natürlich, und zwar schon von Anfang an. Die Verbindung ist allerdings in Vergessenheit geraten, und zwar nicht ganz zufällig zu dem Zeitpunkt, als die rebellische, oppositionelle Pop-Kultur  (Pop I) zum Mainstream (Pop II) wurde. Umso interessanter, wenn sich popkulturelle Medien wie der Film auf die Suche nach der Gewalt-Vergangenheit der deutschen Linken machen. Denn dabei geht es natürlich auch um die Gewalt-Vergangenheit der Medien selbst. Gewalt ist nolens, volens immer ein Teil der Berichterstattung. Nicht umsonst fragte Raymond Williams schon Anfang der 70er Jahre (kurz nach dem Medienereignis München 1972): &#8220;Is terrorism becoming a spectator-sport!?&#8221; Doch wie kann sich ein popkulturelles Medium wie der (Spiel-)Film kritisch mit der medial codierten Gewalt-Geschichte auseinandersetzen? Antworten auf diese Frage finden sich in meinem aktuellen Aufsatz <a href="http://www.peterlang.com/index.cfm?vID=80105&#038;vLang=D&#038;vHR=1&#038;vUR=4&#038;vUUR=11">&#8220;Terror, Pop &#038; Prada Meinhof. Zur popkulturellen Gedächtnisfunktion des deutschen Gegenwartkinos&#8221;</a>, publiziert in der Zeitschrift <a href="http://www.peterlang.com/index.cfm?vID=80105&#038;vLang=D&#038;vHR=1&#038;vUR=4&#038;vUUR=11&#038;vNoHB=True">SPIEL</a> . Dort habe ich mich insbesondere mit zwei deutschen Kino-Streifen beschäftigt: &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_fetten_Jahre_sind_vorbei">Die fetten Jahre sind vorbei</a>&#8221; sowie &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Was_tun%2C_wenn%E2%80%99s_brennt%3F">Was tun wenn&#8217;s brennt?</a>&#8220;. Letzteres war damals eine rein rhetorische Frage. Die  stereotype Antwort hieß:  &#8220;Brennen lassen&#8221;.
</p>
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		<title>Populärkultur im Pausenraum</title>
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		<pubDate>Wed, 07 May 2008 12:50:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ansgar</dc:creator>
		
	<category>Allgemein</category>
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		<description><![CDATA[Kaum ist die Radiosendung über Belgien verklungen, kommt schon der nächste Medien-Event von Warner&#038;Würmann: der Sammelband &#8220;Im Pausenraum des Dritten Reiches. Zur Populärkultur im NS-Deutschland&#8221; ist endlich da! Der Begriff &#8220;Pausenraum&#8221; zielt auf die ambivalente Stellung der Pop-Kultur im NS: Kriminalroman, Artzroman, Musik, Kinofilme, Sportveranstaltungen waren einerseits der Ort für die &#8220;kleinen Fluchten&#8221; aus dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img height="170" width="250" id="image58" alt="pausenraum_foto.jpg" src="http://www.ansgar-warner.de/wp-content/uploads/2008/05/pausenraum_foto.jpg" />Kaum ist die Radiosendung über Belgien verklungen, kommt schon der nächste Medien-Event von Warner&#038;Würmann: der Sammelband <a href="http://www2.hu-berlin.de/zfgerm/02_publ_inh_17.htm">&#8220;Im Pausenraum des Dritten Reiches. Zur Populärkultur im NS-Deutschland&#8221;</a> ist endlich da! Der Begriff &#8220;Pausenraum&#8221; zielt auf die ambivalente Stellung der Pop-Kultur im NS: Kriminalroman, Artzroman, Musik, Kinofilme, Sportveranstaltungen waren einerseits der Ort für die &#8220;kleinen Fluchten&#8221; aus dem Alltag, andererseits aber  in dieser Funktion oft auch vom System so gewollt, zumindest aber toleriert. Ohnehin konnte man aus der kulturindustriellen Massenproduktion mitten im 20. Jahrhundert ja gar nicht mehr aussteigen, es musste den Nazis vor allem darum gehen, sie zu beeinflussen. Die Cultural Studies betonen interessanterweise die Möglichkeiten der Medienkonsumenten, sich den Intentionen der Produzenten zu entziehen: z.B. bewusstes Falsch-Verstehen bzw. Gegen-den-Strich-lesen, manchmal ganz einfach auch die Ablehnung von Produkten, was sich z.B. an Verkaufszahlen ablesen läßt. Doch ging das auch im Dritten Reich? Hatte der Pausenraum subversive Ecken? Mehr dazu im <a href="http://www2.hu-berlin.de/zfgerm/02_publ_inh_17_vorwort.htm">Vorwort</a> des Bandes, noch mehr in den 14 Beiträgen des Bandes: unter <a href="http://www.peterlang.net/index.cfm?vID=11443&#038;vLang=D&#038;vHR=1&#038;vUR=2&#038;vUUR=1">diesem Link</a> ist er für (ähem!) 51 Euro,                        35 Pfund oder 73 Dollar zu bestellen. Dafür kann man dann unter dem Titel &#8220;Elf Kameraden und ein Gedanke: Glauben an den Sieg&#8221; u.a. auch meinen Aufsatz zu den Funktionen des Fußballfilms im Dritten Reich lesen.<br />
Das obige Bild steht übrigens auf dem Cover, es zeigt zwei &#8220;Arbeitsmaiden&#8221; bei der &#8220;Pausenlektüre&#8221; des Romans <em>Die Sache mit Katja</em> von        1942.</p>
<p><strong>Carsten Würmann/Ansgar Warner (Hrsg.):</strong></p>
<p><strong> Im Pausenraum des Dritten Reiches<br />
Zur Populärkultur im nationalsozialistischen Deutschland</strong></p>
<p><strong>Verlag Peter Lang, Bern 2008</strong>
</p>
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		<title>Was bleibt von Belgien (DLF, 6.5., 19:15)</title>
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		<pubDate>Sat, 03 May 2008 13:16:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ansgar</dc:creator>
		
	<category>Allgemein</category>
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Belgien wirkt auf manche Beobachter nach über 170 Jahren Existenz noch immer wie eine Laune des Zufalls. Doch die belgische Nation wird sich trotz Sprachenclinch und politischer Dauerkrise wohl kaum auflösen &#8220;wie eine Tablette Aspirin im Wasser&#8221;, wie es ein flämischer Nationalist vor kurzem prophezeite. Im Mutterland des Surrealismus scheint gerade die medial inszenierte Identitätskrise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img height="200" width="280" id="image54" alt="ceciestunefiction.jpeg" src="http://www.ansgar-warner.de/wp-content/uploads/2008/05/ceciestunefiction.jpeg" /></p>
<p>Belgien wirkt auf manche Beobachter nach über 170 Jahren Existenz noch immer wie eine Laune des Zufalls. Doch die belgische Nation wird sich trotz Sprachenclinch und politischer Dauerkrise wohl kaum auflösen &#8220;wie eine Tablette Aspirin im Wasser&#8221;, wie es ein flämischer Nationalist vor kurzem prophezeite. Im Mutterland des Surrealismus scheint gerade die medial inszenierte Identitätskrise einen Grundpfeiler der <a href="http://fr.wikipedia.org/wiki/Belgitude">&#8220;Belgitude&#8221;</a> zu bilden.</p>
<p>In einem Land, das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Stumme_von_Portici">als unbeabsichtigte Folge einer Opernaufführung</a> entstand, gehört selbst die mediale Inszenierung des Untergangs zur Normalität. Als Ende 2006 das wallonische Fernsehen die Abspaltung Flanderns in einer <a href="http://video.aol.com/video-detail/le-canular-belge--flandre-/2903655088">fiktiven Live-Reportage</a> verkündete, schien das vielen Zuschauern trotz des Hinweises, das Folgende sei vielleicht keine Fiktion, nur allzu wahrscheinlich. Am Ende lieferte auch dieses Medienereignis den Belgiern nur einen weiteren Anlass, sich über Belgien gemeinsam uneinig zu sein.</p>
<p><strong>Ein Feature von Ansgar Warner und Carsten Würmann.</strong></p>
<p><strong>Sendetermin: <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/dasfeature/771579/">Deutschlandfunk, 6.5.2008, 19 Uhr 15</a></strong></p>
<p>Übrigens: Die Musik zum Ende von Belgien (&#8221;Good Bye Belgium&#8221;) von der französischen Band &#8220;The Lord Henry Wattons&#8221; gibt&#8217;s auf <a href="http://profile.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewprofile&#038;friendid=222353795">myspace!!!</a>
</p>
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